In der Hauptwache der Feuerwehr München
Shownotes
Wenn der Gong zum Einsatz ertönt, muss alles ziemlich schnell gehen. Feuerwehrmann Bernhard Peschke zeigt Jakob den Ablauf: von der Rutschstange, zur Ausrüstung, rein in die Einsatzfahrzeuge. Wie bequem so ein Feuerwehrhelm ist und was der coolste Platz im Löschzug ist, erfahrt ihr hier!
Mehr über die Kurzwelle erfahrt ihr unter radio.feierwerk.de
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00:00:00: Kurzwelle, das Kinder-Magazin auf Radio Feierwerk.
00:00:07: Da
00:00:07: fahren die Löschfahrzeuge.
00:00:08: Hoffentlich sind noch ein paar in der Garage, die wir uns gleich anschauen können.
00:00:12: Naja bestimmt!
00:00:13: Das hier ist nicht umsonst die Hauptwache.
00:00:15: Also in der Kindheit haben wahrscheinlich mehrere von euch auch Feuerwehrmannzellen geschaut und so wie die aussahen sieht es sich ganz anders aus.
00:00:21: hier da sind so ganz viele Eingangstore unter drüber hängen Köpfe.
00:00:26: sowas sieht man eher bei Altbauhäusern als bei Neubau.
00:00:30: Und hier bin ich gleich verabredet mit Johann Pietrichschak für eine kleine Tour durch die Feuerwache.
00:00:36: Hallo, du darfst Zaki zu mir singen und schon haben wir einen Alarm!
00:00:39: Und schon muss ich weg...
00:00:43: Und hier Bin Ich Gleich Verabredete Mit Berne.
00:00:45: Hallo Berne!
00:00:46: Ja, grüß euch!
00:00:46: Jeder ist da seid
00:00:47: es?
00:00:47: Magst Du mal einen kleinen Überblick geben wie groß das ja alles
00:00:51: ist?!
00:00:51: Wie viele Feuerwehrleute hier arbeiten?
00:00:53: Also Wir sind jetzt in der Hauptfeuerwache, also in der Altstadt von München und Hier sind ungefähr twenty-fünf Feuerwehr Leute jeden Tag im Dienst.
00:01:01: Auf zehn Feuerwachen und der Leitstelle haben wir ungefähr dreihundert Einsatzkräfte, die tatsächlich vierundzwanzig Stunden rund um die Uhr im Dienst sind.
00:01:09: Also ich muss sagen, ich interessiere mich schon sehr für den Beruf!
00:01:12: Was hat die Berufsfeuerwehr eigentlich für Arbeitszeiten?
00:01:15: Eine Feuerwehrfrau oder ein Feuerwehrmann auf Wache, sprich im Einsatzdienst kommt um sieben Uhr morgens und bleibt dann vierund zwanzig Stunden Immer fest auf einem Fahrzeug, auf einem Platz.
00:01:26: Sprich ich weiß genau was ich die nächsten vierundzwanzig Stunden zu tun habe.
00:01:29: Auf welchem Sitzplatz?
00:01:30: Ich im Löschzug sitze.
00:01:31: Das Ganze machen wir dreimal hintereinander und dann bleiben wir vier Tage am Stück zu Hause.
00:01:36: Und was machen die Feuerwehrleute als erstes wenn sie in die Wache ankommen?
00:01:40: Die Kaffeemaschine aufsuchen!
00:01:41: Es ist tatsächlich so mit das erste Nein.
00:01:43: also erstmal kommen wir an Wir ziehen uns um sprich raus aus meinem Privatklamotten in die Dienstkleidung Und dann holen wir meistens aus dem Keller, das ist auf den meisten Wachen so.
00:01:53: Da ist unsere Schutzausrüstung.
00:01:54: also wir laufen ja nicht den ganzen Tag mit unserer schweren Hose-Stiefel-Helm rum.
00:01:58: da mache ich mich erst mal soweit bereit dass sich theoretisch jederzeit wenn der Alarm ginge auf mein Fahrzeug springen könnte.
00:02:04: und um halb acht ist Fahrzeugaufstellung beziehungsweise Wachaufstellung und dann geht es richtig los.
00:02:08: Können wir uns das anschauen?
00:02:10: Klar!
00:02:10: Gehen wir runter in den Keller.
00:02:12: Jetzt gehen wir so einen kleinen Trepper runter.
00:02:14: Also die Feuerwache eins, unsere Hauptförderwache Die ist über ein hundertzwanzig Jahre alt.
00:02:19: Die wird jetzt auch komplett saniert demnächst.
00:02:21: Dementsprechend sieht man natürlich gerade hier im Keller, es ist schon eine alte Burg.
00:02:27: Das war ein Alarm aber nachdem wir jetzt hier entspannt unten im Keller sind, müssen wir da längst aufpassen.
00:02:32: Hier kommt normalerweise um die Uhrzeit niemand gelaufen.
00:02:34: Wir fangen mal eben immer morgens an.
00:02:36: Da hängt also einmal von oben nach unten der Helm... ...die Jacke und die Hose Und natürlich die Stiefel, das ist glaube ich das Wichtigste.
00:02:43: Dass sie personalisiert sind weil die natürlich an so Sommertagen dann entsprechend auch mal eine oder andere duften Rote auf der Wache verströmen und dass man nicht unbedingt scharf, dass man da ein Gemeinschaftsstiefel schlupft Auf dem Helm.
00:02:54: also wenn ihr mir anschaut Ich habe jetzt einen relativ unbenutzten Helm Weil ich einfach als Pressesprecher ganz selten den Helm wirklich draußen brauche.
00:03:03: Danke.
00:03:04: Also der Helm fühlt sich relativ eng an weil er ist von drinnen mehr gepolstert und fühlt sich auch ein bisschen schwerer an, als wenn ich jetzt mein Fahrrad da im Aufsitze.
00:03:14: Wenn es dann zum Einsatz kommt muss alles richtig schnell gehen.
00:03:17: kannst du mir den Ablauf zeigen?
00:03:20: Wir können einmal den Ablaufen so von oben von der Wache bis runtergehen.
00:03:25: also das ist natürlich ganz unterschiedlich wo wir uns gerade aufhalten beim Essen beim Sport im Bett unter die Dusche auf dem Klo.
00:03:34: Das kann man jetzt natürlich nicht pauschal sagen, wo wir gerade sind.
00:03:37: Aber wir gehen einfach mal den Weg ab der für jeden und jede gleiche ist.
00:03:41: Und das ist so ab der Rutschstange wenn wir also von oben geschossen in die Fahrzeughalle rutschen.
00:03:46: Hier haben wir mit die längsten Rutschtangen, die man im München findet.
00:03:50: Die haben zwischen acht und neun Meter.
00:03:52: Wir haben ja die Besonderheit dass da früher tatsächlich noch Pferdekutschen drin standen.
00:03:55: Deswegen haben wir eine hohe Decke und eine hohen Halle unten.
00:03:58: Darum haben wir hier zu lange Rutschlangen.
00:04:00: Es ist einfach... Wie wenn man jetzt ein Spiel, das eine Kinderseriefeier haben kann?
00:04:04: Oder passieren da auch manchmal, dass man nicht so schnell runterkommt oder...
00:04:08: Also wir kommen nicht immer gleich schnell runter.
00:04:10: Weil wenn wir voll eingesaugt unter der Dusche stehen zum Beispiel, brauchen wir einfach Lenken bis wir runterrutschen können.
00:04:15: und mit nassen Händen rutschen ist es echt unpraktisch.
00:04:18: aber grundsätzlich haben wir die Zeitvorgabe in maximal neunzig Sekunden also einen halben Minuten ausgerückt zu sein.
00:04:24: Egal ob ich gerade unter der dusche stehe oder im Bett liege, bis das Auto tatsächlich aus der Halle rollt Und da bedienen wir uns eben ein paar Hilfsmittel.
00:04:33: Wir können auch mal vorsichtig in so einen Schacht reinschauen, wie weit es darunter geht.
00:04:37: Acht bis ne Meter wurde gesagt?
00:04:39: Das sieht doch sehr tief aus!
00:04:41: Ja... Also das was wir jetzt hier auf der Treppe gehen müssen sind wir also im Alarmfall in wenigen Sekunden hinuntergerutscht.
00:04:54: Also Jakob ist wieder gerade unser Hilfeleistungs-Löschfahrzeug, also unser Allrounder.
00:04:58: Das ist so das klassische Feuerwehrauto eingerückt und wenn du willst kannst du dich natürlich gerne mal auf den Platz vom Gruppenführer als vom Zacki setzen.
00:05:04: Ja, das würde ich gerne mal machen.
00:05:07: Ich gucke gerade auf dem Beifahrersitz.
00:05:10: Hier sitzt Taki also den, den wir zuerst beim Interview gehabt hätten der dann aber in den Einsatz musste.
00:05:15: und das ist eigentlich so mit der coolste Platz... Der gemütlichste Platz ist der Beifahersitz von der Drehleit, aber der cooleste Platz ist da Weil du darfst einerseits schon ein bisschen Chef spielen für das Auto.
00:05:27: Hast aber selber noch ein Atemschutzgerät, sprich hast auch noch die Chance, dass du selbst mal in eine brennendes Haus oder so reingehen kannst.
00:05:33: also bis da genau an der Schnittstelle zwischen ganz viel Taktik und Entscheidungen.
00:05:37: aber noch selber mit anpacken ist schon fast der coolste Platz im ganzen Löschzug.
00:05:41: Die Löschfahrzeuge kommen natürlich zum Einsatz wenn es brennt.
00:05:44: gerade im Sommer besteht große Brandgefahr.
00:05:46: Was ist da besonders gefährlich?
00:05:48: Also ein trockenes Holz oder Gestrüpp brennen immer besser als Nasses und sehr, sehr viel Sonneneinstrahlung die halt unter Umständen wenn sie sich mal irgendwo in einer Glasscheibe bricht was auch einen Feuer entfachen kann.
00:06:02: Dann haben wir zum Beispiel Sommergewitter bei denen es also auch durch den Blitzeinschlag einmal zum Brand kommen kann.
00:06:08: das sind alles Faktoren wie eigentlich immer haben bloß im Sommer halt ganz extrem also gerade die Hitze und die Trockenheit Und da ist es halt ganz, ganz gefährlich so diese Zündquelle also sprich irgendein offenes Feuer in der Natur zu liefern.
00:06:21: Weil das kommt eigentlich in der natur nicht normalerweise vor zum Beispiel durch eine Zigarette, z.B.
00:06:28: durch Grillkohle oder natürlich auch durch einen Lagerfeuer oder absichtlich wenn ich was anzünden möchte.
00:06:35: und in den Sommermonaten ist es ganz besonders wichtig dass wir einfach darauf achten Wenn es erlaubt ist, Und wo es nicht erlaubt ist, auch absolut kein Feuer und keine Hitze in die Natur zu bringen.
00:06:49: Viele Eure Einsatzer haben auch gar nichts an Feuer zu tun – wofür seid ihr noch zuständig?
00:06:54: Rettenlöschen Bergenschützen ist also der Spruch der Feuerwehr.
00:06:57: Der größte Teil ist die technische Hilfeleistung.
00:07:00: Das ist einerseits natürlich mal der Verkehrsunfall.
00:07:02: Wir haben zwei Autos zusammenfahren wir haben ein schweres Gerät, eine Schere, einen Spreizer um verumfaltete Autos zu öffnen, aber auch das die großen spektakulären Einsätze machen gar nicht den Großteil aus.
00:07:15: Unser Dauerrenner also jedes Jahr ungefähr fünf Tausend Mal macht die Feuerwehr München eine Wohnungstür auf wenn wir glauben dass dahinter eine erkrankte oder verletzte Person ist, die einfach selbst noch mehr öffneln kann.
00:07:26: Also da machen wir für den Rettungswagen die Tür auf.
00:07:28: Das machen wir fünftausend mal im
00:07:30: Jahr.
00:07:30: Tschüss Berni!
00:07:32: Ja cup tschüss bis zum nächsten Mal.
00:07:34: was du mir Lust hast, kannst jederzeit vorbeischauen?
00:07:37: Euch gefällt, was ihr gehört habt?
00:07:39: Dann unterstützt die Kurzwelle.
00:07:41: Das geht ganz einfach auf spenden.feierwerk.de.
00:07:45: Dort können eure Eltern als Spendensweg die Kurzwille auswellen!
00:07:50: Vielen Dank!
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