Was macht eigentlich ein VR-Entwickler? Jürgen Dudowits im Interview

Shownotes

Was haben die Apollo-Missionen, Schloss Neuschwanstein und das deutsche Museum gemeinsam? Game-Entwickler Jürgen Dudowits hat Virtual-Reality-Spiele daraus entworfen! Raphael erfährt im Interview wie Jürgen zu diesem außergewöhnlichen Beruf gekommen ist, was genau VR überhaupt ist und welche Spiele er gerne noch entwickeln würde.

Mehr über die Kurzwelle erfahrt ihr unter radio.feierwerk.de

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00:00:00: Kurzwelle, das Kindermagazin auf Radio-Feierwerk.

00:00:07: Ob ihr es glaubt oder nicht?

00:00:08: Ich war tatsächlich noch nie im Weltraum!

00:00:11: Ich würde sogar behaupten, dass waren die meisten Menschen noch nicht.

00:00:15: Vielleicht ändert sich das bald denn mittlerweile gibt es die Technik so was digital nachzustellen.

00:00:21: So kann ich zum Beispiel digital auf dem Mond spazieren.

00:00:25: Jürgen Dudowitz beschäftigt sich mit solcher Technik.

00:00:29: Er hat dafür die Firma VR Dynamics gegründet.

00:00:33: Hallo, Jürg!

00:00:35: Game Design begleitet dich schon lange.

00:00:37: Wie bist du zu dem Interesse gekommen?

00:00:39: Gab es in deiner jugend Videospiele, die dich inspiriert haben?

00:00:43: Ich bin ja alt und sechzig geboren und in den späten siebziger habe ich die ersten Videogame-Automaten Arcade heißen, die wir gesehen haben.

00:00:51: Es war ein Panzerspiel wo man mit zwei Panzern gegeneinander kämpfen muss hat mich von Anfang an fasziniert und somit habe ich dann gleich ziemlich viel mit dieser Heimcomputerzeit, am Anfang der Achtzigerjahre, mit dem Programmieren begonnen.

00:01:03: Das hat mich wirklich faszinert.

00:01:04: was steckt hinter den Kulissen dieser Games?

00:01:06: Da gab es Space Invaders, Pac-Man, Donkey Kong also mit dem kleinen Mario... Stimmt!

00:01:12: Ein paar

00:01:13: davon kenne ich!

00:01:14: Ja, die sind in Popkultur übergegangen.

00:01:16: Die kennen auch die jungen Leute nicht nur meine Generation.

00:01:19: In neunzehnhundertdreiundachtzig

00:01:21: hast du bereits eigene Spiele entwickelt.

00:01:23: Wie sahen die

00:01:24: aus?!

00:01:25: Die waren auf dem Homecomputer ziemlich simpel vom Aussehen, aber kompliziert von der Programmierung.

00:01:30: Das ist heutzutage auch noch das Gleiche.

00:01:33: Was hinter dem Videospiel steht, ist eine komplexe Programmierung von Grafik-, Spielfiguren- und Spiellogik- und der ganzen Spielstory, die wirklich ein Spiel ausmacht.

00:01:44: Jetzt hast du dich vor allem auf VR spezialisiert!

00:01:48: Magst du mal erklären was das ist?

00:01:51: Virtual Reality ist das volle Abtauchen in eine Computerwelt.

00:01:55: Also ich kann alles simulieren was es gab, was es gibt und was es überhaupt nicht gibt.

00:02:00: Wir haben zum Beispiel auch die Mondlandung simuliert also minuziös nachgestellt und simulierend und man kann wirklich Zeuge sein und sich auf den Mond stellen und dabei sein wie die ersten Astronauten auf dem Mond gelandet sind.

00:02:13: Man ist gar nicht mehr in der Realität und verschwindet absolut im Computer.

00:02:18: Warum wird manchen Menschen mit VR-Brillen schlecht?

00:02:22: Wenn ich mich in virtuellen Welten bewege, dann nimmt das Gleichgewichtsorgan im Ohr auch diese Bewegung wahr.

00:02:29: Und wenn ich aber stehen bleibe und ich simuliere den Gehirn, ich bewege mich nach vorne oder links oder rechts, dann stimmt es nicht mehr mit dem überein, was das Gleich Gewichtsorgan im Gehirnsendet.

00:02:40: Dann gibt es eine Fehlermeldung ans Gehirnt und die erzeugt dann eine Übelkeit Und es versucht man einfach zu vermeiden, indem man wenn man Autofährt einen robotischen Simulator hat.

00:02:49: Das ist eine bewegliche Plattform die wir auch im Deutschen Museum verwendet haben für den Montrover.

00:02:54: Dass wenn man eine Bewegung nach links macht oder eine Beschleunigung nach vorne, dass das übertragen wird dann auch des Gleichgewichtsorgan durch diese robotische beweglichen Plattform.

00:03:03: Eure Projekte bei VR Dynamics sind total unterschiedlich!

00:03:08: Ihr habt zum Beispiel mit dem deutschen Museum zusammengearbeitet.

00:03:11: Was habt ihr für das Museum entwickelt?

00:03:14: Also wir haben das VR-Labor mit entwickelt und die ganzen Contents dafür entwickelt.

00:03:19: Da ging es um das erste Automobil von Karl Benz, da ging's um den Otto Lilienthal der Deutsche, der als erster ein Fluggerät entwickelt hat.

00:03:29: Natürlich auch die Apollo-Missionen, die haben wir simuliert.

00:03:32: Und du kannst dann auch mit dem Moondrover über der Mondoberfläche dich frei bewegen und das hat ein Orbiter uns da die Daten geliefert von der NASA.

00:03:40: und hier haben wir diese Daten übersetzt in drei Demodelle und haben einen identischen digitalen Swilling erzeugt vom der Mond Oberfläche.

00:03:47: Gerade habt ihr virtual Neuschwanstein rausgebracht.

00:03:51: Gibt es noch andere Schlösser, mit denen ihr euch beschäftigen wollt?

00:03:55: Virtual Neuschwahnstein ist jetzt ein Auftakt einer Serie wo die Schlössa von Ludwig alle abgebildet werden sollen Nicht nur in der VR-Brille, sondern auch auf dem PC.

00:04:05: Aber die richtige immersive Erfahrung und die Experience kann ich eigentlich nur mit der VR Brille richtig genießen.

00:04:12: Und das sollen auch an den Schlösser kommen wie natürlich Linderhof, Herrn Kiemsee, wie zum Beispiel auch der Wintergarten von König Ludwig, der nicht mehr existiert.

00:04:19: Den gab es am Odeonsplatz über der Münchner Residenz beim Kaiserhof.

00:04:23: Welche

00:04:23: Orte möchtest du noch mit VR besuchen?

00:04:26: Wir konzentrieren uns jetzt auf die kommende Mondlandung!

00:04:29: Das ist ein Thema was mich... Ich bin wahnsinnig interessiert, dass es die Atem-Mess-Montlandung in der Zukunft stattfinden wird.

00:04:36: Jetzt wahrscheinlich voraussichtlich im Jahr ist das ein ganz heißes Thema, was uns bewegt und natürlich auch nicht nur den Mond sondern auch dem Maus.

00:04:45: Zum Mond oder zum Maus würde ich auch lieben gern mitkommen?

00:04:48: Da bist du herzlich eingeladen!

00:04:50: Du kannst es dir einfach downloaden dann wenn's so weit ist.

00:04:53: Vielen

00:04:53: Dank fürs Interview!

00:04:54: Es war richtig cool.

00:04:55: Ja bitte bitte und danke auch für die Einladung.

00:04:59: euch gefällt was ihr gehört habt Dann unterstützt die Kurzwelle.

00:05:03: Das geht ganz einfach auf spenden.firework.de.

00:05:07: Dort können eure Eltern als Spendensweg die Kurzwille auswählen.

00:05:11: Vielen Dank!

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